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Wieder mal in üblicher Rambo-Manier avisiert mir schon die Überschrift: "Ich habe nicht garbeitet, als ich meine fünf Kinder erzog und danach Mutter und Schwiegermutter pflegte!" Sprache schafft Bewusstsein. Diese diskriminiert und verletzt.
Sehr richtig arbeitet Hurrelmann heraus, dass es immer das Geld ist, das bei Müttern und Kindern Akzeptanz bringt für Lebensbedingungen, die sie sich ohne dieses Steuerungselement möglicherweise anders aussuchen würden. Entsprechend einseitige Studien sind somit nicht relevant. Dass der Staat auf finanzielle Anreizstrukturen für bestimmte Familienmodelle verzichten soll, ist zu unterstreichen. Nur: was tut er denn, wenn er die Leistung der häuslichen Kindererziehung mit null bewertet, obwohl ihm dort der Nachwuchs für das umlagefinanzierte Sozialwesen aufgezogen wird? Gleichzeitig wird durch millionenschwere Förderung öffentlicher Kinderbetreuung die Erwerbstätigkeit beider Eltern als allein seligmachend propagiert. Ein Elterngeld wird ausgelobt, das wieder nicht die Erziehungsarbeit an sich bewertet, sondern als Lohnersatz eine Art "Schadensersatz wegen Geburt eines Kindes" ist. Die Mutter eines vierten Kindes, die wegen der Betreuung der drei älteren vor der Geburt "nicht gearbeitet" hat, bekommt die 300 € Mindestbetrag. Die Karrierefrau, die sich als letztes Statussymbol schließlich noch ein Kind wünscht, bekommt die 1800 € Höchstbetrag. Wenn das keine Anreizstrukturen sind! Hirnwäsche ist das.
Gertrud Martin
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